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Behandlung - Tag 4

15.04.10 | von Christian Breuer [mail] | Kategorien: Behandlung, Rückschläge

Okay, der vierte Behandlungstag ist gelaufen, eigentlich ein Grund zur Freude! Allerdings habe ich seit zwei Tagen Schmerzen, je nach Medikamentendosis mal mehr, mal weniger. Seit der vergangenen Nacht weiß ich, was richtige Zahnschmerzen sind. Jetzt kann ich nur hoffen, dass es schnell besser wird.

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Tja, das hatte ich so dann doch nicht erwartet. Zugegeben, die ersten drei Tage ist es wirklich gut gelaufen. Klar, ein paar Nachwehen gab es, aber erträglich und mit jedem Tag weniger werdend. Aber jetzt hat der Hammer zugeschlageb, mit voller Wucht.

Doch der Reihe nach: Nach den Osterferien stand Dienstag wieder ein Termin im Kalender. Unten rechts ging es weiter, mit den Zähnen 44 und 46 (35 und 45 sind bei mir nicht angelegt, dank Spange aber Lückenschluss - sprich: trotz fehlender Zähne gibt es keine Lücke zwischen 4 und 6). Der Zahn 44 ist tot - mausetot, allerdings ist die Wurzel nicht gefüllt, oben auf der Krone ist eine Plombe. Auf der Röntgenaufnahme allerdings ist eine recht große Entzündung im Kiefer unter genau diesem Zahn zu sehen, mit der ich bisher keine Probleme hatte, die aber natürlich trotzdem behandelt werden muss.

Also stand eine Wurzelbehandlung an. Da der Zahn tot ist ohne Betäubung, und es hat auch tatsächlich nicht weh getan. Es ist jetzt nicht lustig, wenn die Wurzelkanäle ausgefeilt werden, aber weitaus harmloser als das normale Entfernen der Karies. Nach dem Ausfeilen und Desinfizieren kam noch Salbe in den Zahn, dann wurde er provisorisch verschlossen.

Für die Füllung von 46 bekam ich dann eine Spritze, die ziemlich fies war und den halben Kiefer so wie die halbe Zunge betäubt hat. Allerdings gab es trotzdem noch einen seltsamen Schmerz, der nach weit hinten in den Unterkiefer und fast bis ins Ohr strahlte. Ich glaube, der Arzt hat noch nachgespritzt, aber wirklich viel geholfen hat es nicht. Im Endeffekt war es unangenehm, aber dann doch schnell vorbei.

Unangenehm allerdings war auch, dass die Behandlung nicht im Liegen durchgeführt werden konnte. Das hat meinen Kreislauf, der bei Angstschüben gandenlos in den Keller geht, doch sehr strapaziert. Immerhin für die Spritze konnte ich in "Schockposition" - Kopf runter, Beine hoch, anders wäre das wohl auch nicht machbar gewesen.

Nun, ich war recht zuversichtlich nach der Behandlung, die Betäubung war zwar heftig und hat lang angehalten, aber das ist ja völlig ok. Als ich wieder was spüren konnte hat das Zahnfleisch zwar ein bisschen geziept, aber nicht dramatisch. Ins Bett gegangen - und um 4 Uhr morgens mit richtig fiesen Schmerzen im Kiefer aufgewacht. Also, nicht so ein bisschen zwicken, sondern ordentliche Schmerzen! Zwei Paracetamol und ein Cool-Pack haben erstmal ein bisschen weitergeholfen, an Schlaf war aber kaum mehr zu denken. Morgens direkt beim Arzt angerufen, die Helferin hat nach Rücksprache mit dem Chef zu weiteren Tabletten bei akuten Schmerzen geraten, mir aber auch gleich die Handynummer des Arztes gegeben schließlich war Mittwoch, und da haben Ärzte ja frei. Das finde ich wirklich sehr nett!!! Naja, die Schmerzen waren dann latent da, ich habe sie mit Paracetamol eingedämmt und mir abends dann aber doch noch Ibuprofen in der Apotheke geholt.

Der Abend verlief zwar mit leichten, aber erträglichen Schmerzen - wieder bis zur Nacht. Um 1 Uhr wachte ich das erste Mal auf, da war die letzte Ibu gerade mal knappe zwei Stunden her und ich wollte nicht schon wieder eine nehmen. Habe dann viel gekühlt und im ZDF die Papst-Nacht geguckt, irgendwann eingeschlafen. Um 4.30 Uhr wieder aufgewacht, aber da ging dann wirklich nichts mehr. Um meinen Magen zumindest etwas zu schonen ein weiches Brötchen runtergewürgt und eine Ibu nachgeschoben, damit hatte ich dann bis 10 Uhr Ruhe, zu Arbeitsbeginn gab es dann wieder eine Dosis. Die hielt bis 13.30 Uhr, danach die Tablette bis 17 Uhr. Damit ist die in der Selbstmedikation empfohlene Höchstdosis erreicht, allerdings hatte ich zum Glüch am Morgen ein Gespräch mit dem Arzt.

Der rief, was ich wirklich sehr nett und fürsorglich finde, um 9 Uhr an und fragte, wie es mir geht. Ich habe ihm von der Nacht berichtet und er hat mir empfohlen - so es denn geht - auch weiterhin mit Schmerztabletten über die Runden zu kommen. Durch die Behandlung habe er "Öl ins Feuer" bei der Entzündung gegossen und das Gewebe sei nun entsprechend gereizt. Er hofft - und ich mit ihm - dass es sich jetzt wieder beruhigt, und daher möchte er den Zahn nur ungern vor nächster Woche wieder öffnen. Aufgrund meiner Körpergröße könne ich zur Nacht auch mal zwei Ibuprofen nehmen - diese Aussage macht mir ein bisschen Mut für die kommenden Stunden. Denn der Kiefer meldet sich seit etwa einer halben Stunde wieder deutlich, jetzt kühle ich so lange es geht und versuche dann, den Schmerz für die Nacht abzuschießen.

Googeln sollte man nach "Schmerzen" und "Wurzelbehandlung" übrigens besser nicht... Wenn man es doch tut muss sollte man kein Hypochonder sein, grauenhaft, was da zu lesen ist. Ein Lichtblick "Zwei bis drei Tage Schmerzen sind normal", gabe ich irgendwo gefunden. Tag 2 neigt sich dem Ende! Wenn es bis morgen Mittag nicht etwas besser wird, werde ich wohl noch mal mit dem Arzt telefonieren müssen.

Sonst geht es Dienstag weiter...

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Ich habe panische Angst vor Ärzten und Spritzen - obschon ich regelmäßig zum Zahnarzt gegangen bin, ist nun eine Grundsanierung fällig. Mit allem drum und dran. In diesem Blog berichte ich über meine Erlebnisse.

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